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"Ein Streichquartett von Beethoven vermittelt mehr Ahnung vom Geist in der Welt, ein Gedicht von Hölderlin offenbart mehr vom Urgrund des Seins als alle Statistiken und Analysen."

Stephan Lackner (1910-2001), dt.-amerik. Kunstsammler, Schriftsteller, Publizist 


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Albert Schweizer: Freiheit

Ein wunderschöner Text von Albert Schweizer, der jedem in seiner Authentizität Mut gibt, wenn er mal wieder mit dieser aneckt und auf das Unverständnis seiner Mitmenschen trifft, die längst mit dem Strom schwimmen. 

Nächste Woche auf der Titelseite und schon jetzt auf der Lyrik-Seite:: "Eigensinn" von Hermann Hesse

                                                                                                                    
 


Herzlich willkommen allen "alten" und "neuen" Besuchern von Awi's Kreativecke! 

Die Welt ist rational geworden. Analytisch. technisch. organisiert - vernünftig. Wer will auch schon in der Zeit zurück?

Aber manchmal brauchen wir eine Auszeit von dieser Logik. Wir sehnen uns nach tieferem Verstehen, nach dem, was uns innerlich Nicken läßt, wenn wir ein Gedicht lesen, ein Bild betrachten oder ein Musikstück hören. Ein Wissen, welches wir doch nicht so einfach in Worte fassen können, welches uns aber dazu bewegt, mal innezuhalten, Pause zu machen und wieder ein wenig aufzutanken.

Mit dieser Seite möchte ich meine Besucher zu einer solchen Auszeit einladen - vielleicht nur ein paar Minuten, vielleicht länger. Stöbern Sie ein wenig durch die Seiten oder gönnen Sie einem netten Menschen mit einem virtuellen Gruß ebenfalls ein Päuschen vom Alltag. Viel Spaß!
Freiheit 

Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein.
Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen, wenn ich es kann.
Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten.

Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft,
weil der Staat für mich sorgt.
Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen,
Schiffbruch erleiden und Erfolg haben.

Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb für ein Trinkgeld abkaufen zu lassen.
Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten,
als ein gesichertes Dasein führen.
Lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs, als die dumpfe Ruhe Utopiens.

Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben,
noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben.

Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen:

Dies ist mein Werk.

Albert Schweizer








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